Kommentar: Georg Hubmann
Das Problemfeld Wohnen war stets zentrales Aktionsgebiet sozialdemokratischer Politik. Wohnbau und Wohnrecht dienen zur Sicherstellung des notwendigen AWohnungsangebots und zur Wahrung der Rechte der KonsumentInnen. Gerade im Bereich des Wohnrechts ist mehr Einsatz denn je gefragt.
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Gastkommentar: Michael John
Nach einem Briefwechsel aus dem Herbst 1941 sollte in Linz hinter der Freinbergwarte ein Stadion entstehen, dessen Baukosten von der SS übernommen werden sollten. Nach dem Willen des „Reichsführers SS“, Heinrich Himmler, sollte Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer die Planungen übernehmen. Dies weist auf große Dimensionen und einen großen Stellenwert hin. Speer hatte bereits für Nürnberg, ebenfalls „Führerstadt“ wie Linz, ein Mega-Stadion mit mehr als 100 Metern Höhe geplant. Allein die Adler, die als Aufsatz auf das Stadion gedacht waren, sollten fünf Meter hoch sein.
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Bettina Fürlinger
Eine Fabel von der schönen neuen Zeit. Droemer Verlag (2008).
Es kam, wie es kommen musste: Der Neoliberalismus der Menschen-gesellschaft greift auf die Tiergesellschaft im alten Wald über.
Mit viel Witz und Kurzlebigkeit beschreibt Griesbeck die Modernisierungsversuche der Tiere im alten Wald. Inspiriert durch die Erzählungen des Hofhundes Hylax von der „schönen neuen Welt“ der Menschen, gehen die Tiere, allen voran Henning (Auerhahn) als Innenminister und Hinze (Wiesel) als Wirtschafts- und Finanzminister ans Werk. Nach der Gründung von Parteien und der Ernennung von MinisterInnen wird schnell klar, dass die Jungtiere in die Schule sollten. Der Herr Rabe wird zum Bildungsminister und scheitert sogleich an der Einführung der Schulpflicht (denn „Bildungspolitik ist mit solchen Ignoranten nicht zu machen“). In weiterer Folge sehen die Tiere die Aufgaben der Schule im Unterhaltungsprogramm aus der Informations-maschine (alte Waschmaschine) erfüllt.
Der Rabe bricht auf zu neuen Ufern. Er arbeitet als Coach und gründet dann das erste Versicherungsunternehmen. Legendär ist jene Stelle, an der der Herr Rabe Grimbart den Dachs (mittlerweile als lokaler Bauunternehmer tätig) davon überzeugt, seine Pfoten versichern zu lassen. „Ja, gut, machen wir, sagte der Dachs schnell, denn er konnte das endlose Gerede nicht mehr aushalten.“ Apropos Gerede: Das Consulting-Unternehmen E.U.L.E. war es, die den Luchs-Jungen erklärte wie Bedürfnisse unter den Tieren zu wecken wären. Blaue Bändchen oder Entenfedern hinterm Ohr – plötzlich sehr in!
All jene, die von den Sprechblasen der Wirtschaftssprache genug haben, dürfen bei dieser fabelhaften Parabel oft und laut lachen.
Peter Binder
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Damit das Leben in der modernen Gesellschaft bewältigt werden kann, bedarf es der gemeinschaftlichen Organisation vieler grundsätzlicher Leistungen. Die Bereitstellung dieser Daseinsvorsorge übernehmen vielfach die Kommunen. Der Begriff und Stellenwert kommunaler Daseinsvorsorge gestern und heute und aktuelle Entwicklungen im europäischen Kontext stehen im Mittelpunkt der nachfolgenden Zeilen.
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Katharina Siegl und Manu Hiesmair
Skandinavische Wohlfahrtstaaten gelten vielen innerhalb der Sozialdemokratie als Vorbilder sowohl im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge, als auch hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit. Die folgenden Zeilen diskutieren die (Un-)möglichkeiten sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaaten durch öffentliche Dienstleistungen Geschlechtergerechtigkeit herzustellen.
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Richard Held
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Die Erbringung öffentlicher Leistungen ist eine der zentalen Agenden der Politik. Sie setzt jedoch einen funktionierenden Rahmen voraus, der aus adäquater Finanzierung, Wahl der Rechtsform und Struktur der EigentümerInnen besteht. Nur ein stimmiges und auf das politische Ziel der Leistung hin gerichtetes System kann für die BürgerInnen die gewollten Vorteile bringen. Für SozialdemokratInnen sind die politischen Ziele oft sehr klar formulierbar (z.B. Ausbau eines leistbaren öffentlichen Verkehrs), allerdings geraten sie bei der Umsetzung oft argumentativ unter Druck. In einer neoliberalen und konservativen Umgebung ist es schwer für den Erhalt oder gar Ausbau der öffentlichen Leistungen zu argumentieren, gleichwohl es eine Vielzahl an guten Gründen und Wegen für deren Realisierung gibt. Derart gerüstet ist das Plädoyer für öffentliche Leistungen ein einfaches und ureigene Aufgabe der Sozialdemokratie.
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Christian Forsterleitner
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Wir empfinden es als selbstverständlich, dass wir Gehsteige benutzen können, wir bleiben auf öffentlichen Plätzen stehen, setzen uns in eine frei zugängliche Grünanlage. Wir können dort unseren eigenen Interessen nachgehen, uns mit Leuten treffen, kommunizieren. Wer sagt eigentlich, dass das, im virtuellen Raum „Internet“ nicht auch gehen soll? Ein Plädoyer für ein erweitertes Verständnis von „öffentlichem Raum“.
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Kommentar Manuela Hiesmair
Mit diesen Worten warb vor Jahren ein großer amerikanischer Onlinedienst für den schnellen, unkomplizierten Einstieg ins Internet. Diese drei Wörter mutieren immer mehr zum modernen „Sesam öffne dich!“ einer virtuellen Schatzkammer, die noch immer nicht allen ÖsterreicherInnen zugänglich ist.
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Gastbeitrag: Stephan Schulmeister
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Stephan Schulmeister analysiert in seinem Gastbeitrag nicht nur die Ursachen der Krise, sondern versucht auch in fünf Thesen den Charakter der Krise neuer zu beschreiben. Fazit seiner Analyse: Aus nichts kann nichts werden.
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Gregor Kratochwill
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Schon in den letzten Monaten des vergangen Jahres war Linz vom Geiste der Kulturhauptstadt beseelt. Projekte wie Tiefenrausch, Kopfstand oder der Linzer Badestrand waren die ersten öffentlichen Vorboten zur Kulturhauptstadt09. Die Silvesternacht 2008/09 wurde zum offiziellen Start für das Kulturhauptstadtjahr 2009 in Linz. Im folgenden Text wird ein kurzer Bogen über das Jahr 2009 in Linz gespannt.
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