Sind wir noch zu retten – so der provokante Untertitel und die nur sehr bedingt rhetorische Frage zum diesjährigen Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft. Die Ars Electronica 2010 steht unter dem Motto “Repair” und der historischer Austragungsort ist die “Tschikbude”, das Werksareal der ehemalige Tabakfabrik, seit letztem Jahr (und Dank der tatkräftigen Unterstützung der Herren Schüssel, Grasser & Co) selbst Rationalisierungsopfer der Globalisierung.
Im Spannungsfeld zwischen Architektur und Medienkunst. Die imposante, in den 30iger Jahren von Behrens und Popp errichtete, inzwischen denkmalgeschützte Industrieanlage beeindruckt durch zahlreiche architektonische Besonderheiten. Das enorme Platzangebot in der Tabakfabrik – es können über 80.000 Quadratmeter bespielt werden – bekommt vielen Installationen, vor allem im Bereich der Cyberarts sehr gut. Die Werke der ausstellenden KünstlerInnen können sich entsprechend großzügig entfalten.
Von vorhandenen Krisen und zukünftigen Chancen. Thematisch geht es beim heurigen Ars Electronica Festival um elementare Zukunftsfragen der Menschheit und die Entwicklung von Lösungsansätzen für die Bereiche Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Vor dem Hintergrund dieser inhaltlichen Ausrichtung erweist sich natürlich die erstmals für Besucher zugängliche Tabakfabrik als Austragungsort als wahrer Glücksgriff und wird selbst zu einem tragenden Bestandteil der diesjährigen Leistungsschau für Medienkunst in Linz. 
Die unerwartete Konfrontation des (Lauf-)Publikums mit künstlerischen Positionen und Inhalten an und in öffentlichen Plätzen und Räumen – ganz im Zeichen eines Aktionismus Beuys’scher Prägung – steht im Mittelpunkt der 1. Nationalen Biennale für Lichtkunst in Österreich. Unter dem Motto “Privat Light in Public Spaces” startete heute Abend im Linzer Artpark eine außergewöhnliche Ausstellung zeitgenössischer Kunst, in deren Vordergrund die vielfältige Verwendung des Werkstoffes Licht steht.
(Licht-)Kunst & öffentlicher urbaner Raum
Als künstlerische Leiter der ersten Biennale für Lichtkunst fungieren Martina Schettina und Artpark-Chef Manfred Kielnhofer, die beide bei der Kuratierung die Schlagworte Öffentlichkeit & Privatheit sowie Lichtkunst in den Mittelpunkt des Interesses rückten. Die “unvoreingenommene Öffentlichkeit” soll den direkten Dialog von urbanen Leben mit der Kunst (und umgekehrt) ermöglichen. Die jeweiligen Ausstellungsorte sind bzw. waren von den KünstlerInnen selbst ausgewählte öffentliche Plätze mit entsprechender Publikumsfrequenz.
Das erklärte Ziel der Veranstalter ist die Konstruktion einer Schnittstelle zwischen Kunst und Gesellschaft, die sich eben aus der Spontanität und dem Zufall der jeweiligen Situation heraus ergibt. Die Darstellung gesellschaftlicher Phänomene durch die beteiligten KünstlerInnen sollen dabei durch die Mitverwendung des Mediums “Licht” eine weitere Dimension erreichen.
interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Gesellschaft & Kunst
Klingt spannend, und ist es auch! Als Gemeinderat und Mitglied des Linzer Kulturausschusses war es mir heute Abend ein besonderes Vergnügen die Eröffnung dieser auch für die Landeshauptstadt nicht unbedingt alltäglichen Ausstellung vornehmen zu können. Sie läuft noch bis 11. September 2010 im Artpark und in ausgewählten Linzer Galerien.
Nicht nur im Linzer Zentrum, auch an der Peripherie, in den Stadtteilen finden sich mehr Bau- und Kunstdenkmäler als man vorerst vermuten würde. Linz Kultur hat auf der städtischen Homepage alle bemerkenswerten Bauten, Skulpturen, Denkmäler, Kirchen, Brunnen, Marterl, Heiligenfiguren oder Gedenktafeln, die sich im öffentlichen Raum befinden, detailliert aufgelistet. Allein für den Bereich Bindermichl, Spallerhof und Keferfeld-Oed finden sich 50 Denkmäler in der Datenbank.
Gerade das Bindermichler Stadtbild wird zum Teil nicht unwesentlich durch die Architektur der Wohnbauten, die in der NS-Zeit entstanden sind, geprägt. Bild 1 zeigt eine Wohnanlage im Bereich Am Bindermichl gegenüber Avenariusweg. Bild 2 ist eine Innenaufnahme der Kirche St. Michael und das dritte Foto zeigt wieder eine Wohnanlage aus den frühen 40iger Jahren in der Hanuschstraße/Hatschekstraße nahe dem Bindermichler Landschaftspark.
Im Rahmen einer Jury-Sitzung in Mexico City wurde das Linzer AEC mit dem International Architecture Award des renommierten Chicago Athenaeum ausgezeichnet. Die Verleihung dieses Awards ist eine Würdigung für außerordentlich innovative Vorreiterprojekte rund um den Globus.
International Architecture Award für AEC
Stadtrat Hans Mayr freut sich besonders über diese hohe Auszeichnung für das Anfang letzten Jahres im Rahmen von Linz 09 neu eröffneten AEC und sieht darin die erneute Bestätigung, dass man in der Stadt auf dem richtigen Weg ist, Linz ein noch moderneres und internationaleres Gesicht zu geben.
Stadtrat Mayr: hohe Auszeichnung für Linz
Das harmonisch in den Donauraum integrierte und trotzdem architektonisch sehr markante Linzer Zukunfts- und Technologiemuseum am Urfahraner Brückenkopf zählt seit seiner Eröffnung bereits jetzt über 300.000 BesucherInnen. Richtig spannend wird es wieder vom 2. bis 11. September. Das diesjährige Motto des ARS Electronica Festivals lautet dann: “REPAIR – Sind wir noch zu retten”.
Seit mehr als 2 Jahrzehnten findet alljährlich im Juli mittlerweile eines der größten Straßenkunstfestivals Europas in Linz statt und heute war es wieder einmal soweit: an die 400 Akteure aus über 40 Ländern eröffneten am Nachmittag mit ihrer Parade über die Landstraße das diesjährige Linzer Pflasterspektakel. Für drei Tage mutiert unsere Landeshauptstadt zur Freiluftbühne, zur Kulisse für bunte, breitgefächerte und teilweise interaktive Performances internationaler Künstlergruppen und SolistInnen.
Zehntausende BesucherInnen erwartet ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Das Pflasterspektakel – eine der Traditionsveranstaltungen des Linzer Kultursommers – feiert heuer bereits sein 24jähriges Bestandsjubiläum und bietet Klein- und Performancekunst, Artistik und Clownerie, Improvisationstheater, Musik, Tanz, Poesie und vieles mehr. Einfach Hingehen, Anschauen und Verzaubern lassen!












