In der heutigen ORF Sendung “Bürgerforum” (Di. 24.03.09 von 20.15-22.00 in ORF2) ging es u.a. um Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungschancen von Jugendlichen in Zeiten der Krise. Das Format wirkt seltsam: Die Politiker stehen in der Mitte, das Publikum hackt auf sie ein. Es wird rasend schnell von Thema zu Thema gehüppft und in den 100 Minuten Sendezeit kommen ungefähr 60 unterschiedliche Personen zu Wort. Dass ich mir die Sendung dann doch bis zum Schluss angesehen habe, dafür sorgte eine Wiener Studentin.
Zu Gast im Studie war Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll, der auf keine Frage eine konkrete Antwort hatte und eigentlich nur über sich selbst sprach. Als ihn eine Wiener Studentin auf die aussichtslosen Berufsperspektiven von Uni- AbsolventInnen anspricht, antwortete er:
“Denken Sie doch an die Zeiten, in denen in Österreich noch Krieg herrschte. Da ging es den jungen Menschen noch viel schlechter als heute.”
Die Studentin reicht die Antwort nicht und fordert den Minister auf, doch “im Hier und Jetzt zu bleiben”. Bleibt nur zu hoffen, dass der ORF noch öfter annähernd so vernünftige Gäste finden wird. Weiter so!
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