Zum dritten Mal findet heuer vom 21. – 24. Oktober 2010 der Kongress „Momentum“ statt. Nach Gerechtigkeit und Freiheit bildet dieses Jahr Solidarität den Oberbegriff, zu dem im oberösterreichischen Hallstatt nachgedacht und diskutiert wird. Ziel des jährlichen Kongresses ist, Wissenschaft und Politik miteinander zu verbinden. Wie auch Momentum im Englischen als Bezeichnung für „Impuls“ oder „Schwung“ steht, versteht sich der Kongress als „Impuls“ für Konzepte, die dem sozialen Fortschritt dienen.
Mission Statement
Neoliberale Denkmuster bestimmen in Politik und Wissenschaft seit Jahren die Debatte. Auch nach der Finanzkrise und dem fundamentalen Scheitern des Neoliberalismus, scheint alles beim Alten zu bleiben. Woran liegt das? Zu einem Gutteil besteht das Geheimnis des marktradikalen Erfolgs nicht in der Tauglichkeit der angebotenen Konzepte, sondern in der scheinbaren Ratlosigkeit und Schwäche ihrer GegnerInnen. Um dem entgegenzuwirken und einen aktiven Beitrag zur Entwicklung progressiver Alternativkonzepte zur herrschenden Praxis zu leisten, wurde im Herbst 2007 die Idee von „Momentum“ geboren. Mittlerweile findet Momentum zum dritten Mal statt und versammelt über 200 Interessierte aus Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft und Wirtschaft zur kritischen und offenen Auseinandersetzung. Als wissenschaftlicher Leiter des Kongresses fungiert Volkshilfe-Präsident Univ.-Prof. Josef Weidenholzer, politische Leiterin des Kongresses ist die ehemalige ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha.
Solidarität und Gesellschaft
In den insgesamt neun Tracks wird die Frage nach den Vorraussetzungen für eine solidarische Gesellschaft gestellt. Netzwerk I „Solidarische Wirtschaftspolitik“ beschäftigt sich damit, wie eine gerechte Verteilung lokal und global erreicht werden kann, Netzwerk II „Wie Solidarität organisieren“ setzt sich mit Organisationen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auseinander und Netzwerk III „Solidarität und Gesellschaft“ behandelt schließlich die Frage, was Solidarität ist und wie sich Solidarität in der Gesellschaft darstellt. Geleitet und moderiert werden die Tracks von WissenschafterInnen aus dem deutschsprachigen Raum. Unter den diesjährigen TrackleiterInnen finden sich unter anderem Markus Marterbauer (Wifo), Helene Schuberth (ÖNB), Alex Demirovic (Sozialwissenschafter, Basel, Berlin), Ulrich Brand (Politikwissenschafter Wien), Gudrun Biffl (Wifo), Renate Schnee (Bassena, Schöpfwerk Wien), uvm. Ein spannendes Rahmenprogramm – bestehend aus Podiumsdiskussion, Lesung und Kongress-Party – sorgen für abwechslungsreiche Kongressabende.
Mitdiskutieren?
Die Einladung richtet sich an alle Interessierten aus Theorie und Praxis – an Studierende und junge WissenschafterInnen ebenso wie an politisch Aktive, SozialarbeiterInnen oder interessierte Öffentlichkeit. Das Prinzip der Veranstaltung: „Im Vordergrund steht das beste Argument, nicht Titel oder wissenschaftlicher Background. Gehört wird, wer etwas zu sagen hat.“ Welche Positionen und Konzepte konkret in den Tracks diskutiert werden, bestimmen die TeilnehmerInnen mit ihren Beiträgen (die Einreichung eines kurzen Abstracts – ca. zwei Seiten – bei der Anmeldung sowie eines ausformulierten Beitrages ca. einen Monat vor der Veranstaltung ist Teilnahmebedingung). Wie ein Paper aussehen kann, ist im Archiv auf der Kongress-Homepage unter www.momentum-kongress.org nachzulesen, wo Abstracts, fertige Beiträge und Foliensätze als Download vom vergangenen „Momentum08: Gerechtigkeit“ und „Momentum09: Freiheit“ verfügbar sind. Anmeldungen für die einzelnen Tracks sind mit schriftlichem Abstract bis 30. April 2010 an anmeldung@momentum-kongress.org zu richten. Die TeilnehmerInnengebühr beträgt je nach Unterbringung und Tarif zwischen 40 und 160 € für den gesamten Kongress (Unterbringung und Verpflegung). Eine kostenfreie Teilnahme ist unter gewissen Vorraussetzungen auf Anfrage möglich.
Link: www.momentum-kongress.org
Download: Folder zu Momentum10
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