Der Crash der Finanzmärkte hat den Glauben an „den Markt“ ebenso erschüttert wie einst der Zusammenbruch der Sowjetunion den Glauben an „den Staat“. Um neue Handlungsfähigkeit zu gewinnen sollte die Sozialdemokratie ihr Verhältnis zu Markt und Staat erneuern und an sich selbst glauben.
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Sozialdemokratische Antworten auf die Krise
US-Präsident Roosevelt hat über die Weltwirtschaftskrise der 1930er gesagt: Dass Egoismus moralisch falsch ist, wussten wir – jetzt wissen wir, dass er auch wirtschaftlich falsch ist. Das ist gerade für uns SozialdemokratInnen nun wirklich nichts Neues. Dem Egoismus einen anderen Namen zu verpassen und ihn zur Tugend zu erklären war nicht unsere Idee. Und trotzdem sind [...]
Und was jetzt? Sozialdemokratische Antworten auf die Krise
Bis jetzt kann keine Rede davon sein, dass wir die Krise schon hinter uns hätten. Bis jetzt haben vor allem die ArbeitnehmerInnen die Rechnung bezahlt, durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Bankenrettungen. Bis jetzt ist der Ruf nach mehr Gerechtigkeit und sozialdemokratischen Antworten auf die Krise nur leise zu hören. Und was jetzt?
Sanfte Lenkung oder Fairness? Bessere Unis!
Niki Kowall stellt in seinem Blogbeitrag 5 Überlegungen an, was aus sozialdemokratischer und realpolitischer Sicht mit den Forderungen der AudimaxistInnen anzufangen wäre. Für einige Punkte muss er (ebenfalls auf dem Blog der Sektion Acht) Kritik von Sophie Wollner, der VSSTÖ-Bundesvorsitzenden einstecken. Ich kann beiden Seiten über weite Strecken zustimmen und finde dennoch, dass sie entscheidende [...]
Projekt Österreich?
So nannte Pröll seine gestrigen Rede. Ich finde das insofern bemerkenswert, als ein Projekt per Definition zeitlich beschränkt ist und einen fixen Endpunkt haben muss. Sonst ist es kein Projekt. Ein Staat kann also kein Projekt sein. Komischerweise kamen in der Rede weder Deadlines noch Zahlen vor. Das war zu erwarten. Ich kann mir leider [...]
Zuerst krachen die Banken, dann die Jobs und dann die Staaten.
Ich mag Sonntage, weil ich da Zeitungen lesen oder (etwas längere) Blogbeiträge schreiben kann. Manchmal fällt das zusammen, z.B. wenn sich ein oder zwei (für mich) interessante Artikel im druckfrischen Profil finden. So wie heute: Unter dem Titel „Die sieben Sünden” wird kritisiert, dass die Regierung nichts aus der Krise gelernt hätte und sich die [...]
Faymann und die Krise
Ich finde diese Video-Ansprache aus verschiedenen Gründen gut: 1) Inhaltlich: Wahrscheinlich “as good as it gets” für einen Kanzler mit ÖVP-Anhängsel. 2) Ein SPÖ-Politiker, der auf Web2.0 setzt und nicht voll aufs Maul fliegt, ist mir eher neu. 3) Ich teile Misik’s Einschätzung: “Wenn daraus auch noch eine kluge Politik würde, ja, das wäre kein Schaden.”
Gescheitert (2): Soziale Demokratie ohne Ökonomie?
Flassbeck ist Keynesianer, und zwar nach meinem Verständnis im besten Sinn. Das verdeutlicht er mit diesem Satz, der so richtig und wichtig ist und zeigt, warum Keynes für die GleichgewichtsökonomInnen so unerträglich ist:
Die Unsicherheit ist das zentrale Moment dieser (gesamtwirtschaflichen oder keynesianischen, Anm.) Lehre, nicht die staatliche Verschuldung. (…) die keynesianische Lehre [verhält sich] zur [...]
Gescheitert (1): Einleitung
In der Ökonomie gibt es (vereinfacht gesprochen) zwei große Lager: Auf der einen Seite die “bürgerlichen” ÖkonomInnen, deren politische Empfehlungen “neoliberal” bezeichnet werden, ihre Modelle sind “neoklassisch”. Sie sind (noch) der “Mainstream”, insbesonders im deutschsprachigen Raum sind sie ähnlich mächtig wie die ÖVP in Niederösterreich. Ihnen gemeinsam ist das unerschütterliche Vertrauen in die Selbstregulierung der [...]
Brandt, Kreisky, Palme: Briefwechsel
Diese Leseempfehlung habe ich für die erste Ausgabe des Bildungs-Periodikums “Zeilen” verfasst. Das vergriffene Taschenbuch ist über Antiquariate zu kaufen oder über theoriegeschichte.at downloadbar.
Willy Brandt, Bruno Kreisky, Olof Palme: Briefe und Gespräche. 1972 bis 1975.
Erschienen etwa bei der Europäischen Verlagsanstalt Frankfurt (1975)
„Lieber Bruno, lieber Olof, wir waren übereingekommen, unsere Meinungen über Grundsatzfragen sozialdemokratischer Politik auszutauschen [...]






















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