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	<title>Jakob Huber&#039;s Blog &#187; Schmied</title>
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	<description>Wos was i.</description>
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		<title>Warum die Zentralmatura den Unterricht verbessert</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 18:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin ein großer Fan der Zentralmatura. Die für mich wichtigsten Argumente sind in der bisherigen Diskussion aber nicht erwähnt worden: Die Zentralmatura verbessert den Unterricht schon lange vor der Matura.
1.) Nur mit einer Zentralmatura begreifen SchülerInnen und LehrerInnen, dass sie im selben Boot sitzen. 
Alles, wirklich alles, hat in &#8220;maturaführenden&#8221; Schulen seinen letzten Sinn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein großer Fan der Zentralmatura. Die für mich wichtigsten Argumente sind in der bisherigen Diskussion aber nicht erwähnt worden: Die Zentralmatura verbessert den Unterricht schon lange vor der Matura.</p>
<p><strong>1.) Nur mit einer Zentralmatura begreifen SchülerInnen und LehrerInnen, dass sie im selben Boot sitzen. </strong></p>
<p>Alles, wirklich alles, hat in &#8220;maturaführenden&#8221; Schulen seinen letzten Sinn in der Matura. Zumal die LehrerInnen die Fragen festlegen (bei der Mündlichen sogar für jedeN SchülerIn einzeln), sitzen LehrerInnen und SchülerInnen eben nicht im selben Boot. Von Anfang an ist klar: Der/Die LehrerIn kann alle durchbringen. Muss er/sie aber nicht. Das ist mit einer Zentralmatura anders: Die Lehrkraft weiß, dass es eben nicht nur in ihrer Hand liegt.</p>
<p><strong>2.) Nur mit einer Zentralmatura sind SchülerInnen einigermaßen vor den Abneigungs-Bekundungen ihrer LehrerInnen geschützt.</strong></p>
<p>Dazu eine kurze Geschichte: Eine Verwandte von mir hatte nie besonders gute (oder regelmäßig besonders schlechte) Noten. Meiner Erinnerung nach war sie so selbstbewusst, dass sie ihre eigene Meinung verteten hat &#8211; notfalls auch gegen die LehrerInnen. Diese Eigenschaft hat ihr (nachweislich) das Wohlwollen einzelner LehrerInnen gekostet. Kurz vor der Matura sagte dann eine von ihnen sinngemäß: &#8220;Du wirst die Matura nie schaffen.&#8221; Sie hat auch tatsächlich kein gutes Matura-Zeugnis bekommen. Bis hier eine Story, die sich jedes Jahr Tausende Male in österreichischen Schulen abspielt.  Die Geschichte hat auch ein zweites Ende: Meine Verwandte hat (wie ich) eine Schule mit einer Kombination aus herkömmlicher und zentraler Matura. Bei den Prüfungen, die international vorgegeben und kontrolliert wurden, hat sie eines der besten Ergebnisse der Schulgeschichte erzielt. Ich finde, ob man sich sympathisch ist oder nicht, darf beim Schulabschluss keine Rolle spielen. Dafür braucht es zentrale Prüfungsfragen.</p>
<p><strong>3.) Nur mit einer Zentralmatura können sich schlechte LehrerInnen nicht mehr eine ganze Berufslaufbahn lang durchschummeln.</strong></p>
<p>Niemand wird bestreiten, dass es möglich ist, jahrelang zu wenig zu unterrichten und dann knapp vor der Matura eine Hand voll Beispielen ordentlich durchzunehmen, die dann durch Zufall tatsächlich auch Bestandteil der Matura sind. Viele werden hingegen bestreiten, dass es tatsächlich möglich ist, so ein ganzes BeamtInnenleben zu verbringen. Ich glaube vielmehr, dass es sogar recht viele davon gibt. Sie haben sich an das System angepasst. Das ist ihnen nicht übel zu nehmen, sondern das Natürlichste der Welt.</p>
<p>Diesen 3 Argumenten gemein ist, dass die SchülerInnen im Mittelpunkt stehen und,  dass &#8220;Lernen&#8221; und nicht &#8220;Unterricht&#8221; das übergeordnete Ziel der Schule ist. Abschließend: 1) Ich dachte ja, eine Zusammenarbeit, die auf offensichtlicher Junktimierung (Kuhhandel, <a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/06/18/hass-hass-hass/">siehe letzter Beitrag</a>) beruht, ist am Ende. Was ist aber dann mit einer Koalition, in der nicht einmal das mehr funktioniert? 2) Bernd Schilcher (einer der vernünftigsten BildungspolitikerInnen des Landes und ÖVP-Außenseiter) hat im Standard ein <a href="http://derstandard.at/1245670114452/Der-Standard-Interview-Kein-Niveau-kann-man-nicht-verlieren">lesenswertes Interview zum Thema</a> gegeben.</p>
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		<title>Hass, Hass, Hass</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 16:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ÖVP]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralmatura]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß, mit &#8220;Hass&#8221; sollte man aufpassen &#8211; in diesem Fall bin ich aber nur ehrlich. Die ÖVP hat heute den schriftlich fixierten Kuhhandel (SPÖ stimmt Uni-Novelle zu, dafür ÖVP der Zentralmatura) platzen lassen. Blöd nur: Die SPÖ hat dem Unigesetz schon zugestimmt. Kurz gesagt: Die ÖVP kann sich nur mehr eine Zentralmatura ohne zentrale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß, mit &#8220;Hass&#8221; sollte man aufpassen &#8211; in diesem Fall bin ich aber nur ehrlich. Die ÖVP hat heute den schriftlich fixierten Kuhhandel (SPÖ stimmt Uni-Novelle zu, dafür ÖVP der Zentralmatura) platzen lassen. Blöd nur: Die SPÖ hat dem Unigesetz schon zugestimmt. Kurz gesagt: Die ÖVP kann sich nur mehr eine Zentralmatura ohne zentrale Elemente vorstellen, also nur Rahmenvorgaben wie bisher.</p>
<p><a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/06/maturareform_apa.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-530" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/06/maturareform_apa.jpg" alt="maturareform_apa" width="108" height="102" /></a></p>
<p>Dem grundsätzlich vernünftigen Schmied-Plan (siehe APA-Grafik) lehnt man auf einmal ab. Ich halte das für eine Katastrophe, weil wir dringend eine pädagogische Revolution in den Klassenzimmern brauchen. Diese hätte man durch die teilzentralisierte Matura anstoßen können. Das ist in mehrfacher Hinsicht eine Machtfrage, dazu ein anderes Mal (oder Momentum08- <a href="http://momentum09.org/images/beitraege/track4/beitrag_huber.pdf">Paper</a>/<a href="http://momentum09.org/images/beitraege/track4/folien_huber.pdf">Folien</a>). Fazit für heute: Diese ÖVP ist skrupelloser als ich befürchtet habe. Diese Leute sind eine echte Gefahr für unsere Zukunft und müssen bekämpft werden.</p>
<p>PS: Gestern habe ich zufällig mit meinem Ex-Chef über Schulpoltik gesprochen. Er sieht das österreichische Schulwesen wie ich im Wesentlichen desaströs, hat jedoch begrenzte Hoffnung aufgrund des Rückzugs von Reform-Killer Neugebauer. Wie wir seit heute wissen, lag leider er falsch und ich richtig.</p>
<p>PPS: Ich will einmal bis morgen warten, bis die SPÖ reagiert. Ich fürchte wirklich, dass dann ein zweiter Beitrag unter gleichem Titel fällig wird &#8230;</p>
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		<title>Entweder Schmied oder das Profil irren gewaltig &#8230;</title>
		<link>http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/09/entweder-schmied-oder-das-profil-irren-gewaltig/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 20:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Profil]]></category>
		<category><![CDATA[Schmied]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtszeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon auf der Titelseite kündigt das aktuelle Profil Großes an: &#8220;Lehrer-Streik: Warum die Ministerin zehnfach irrt&#8221;. Gleich 10 Irrtümer &#8230; Wahnsinn. Als tendenzieller Unterstützer der Erhöhung der Unterrichtszeit bin ich natürlich gespannt.
Aber scheinbar hat die Chefredaktion einen anderen Artikel erwartet und die Story nicht gelesen bevor sie die Titelseite gestaltet hat. Die 10 vermeintlichen Irrtümer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-85" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/profil_cover.png" alt="profil_cover" width="84" height="111" />Schon auf der Titelseite kündigt das aktuelle Profil Großes an: &#8220;Lehrer-Streik: Warum die Ministerin zehnfach irrt&#8221;. Gleich 10 Irrtümer &#8230; Wahnsinn. Als tendenzieller Unterstützer der Erhöhung der Unterrichtszeit bin ich natürlich gespannt.</p>
<p>Aber scheinbar hat die Chefredaktion einen anderen Artikel erwartet und die Story nicht gelesen bevor sie die Titelseite gestaltet hat. Die 10 vermeintlichen Irrtümer (S. 18 ff.):</p>
<ol>
<li>Die Erhöhung der Lehrverpflichtung ist eine Petitesse angesichts der Schulmisere.</li>
<li>Die Politik hat versagt, vor allem die ÖVP opferte Reformen dem Standesdünkel.</li>
<li>Wenn alle Lehrer in einen Topf geworfen werden, zahlen die Engagierten drauf.</li>
<li>Junglehrer, die heute aufgeben, werden in zehn Jahren dringend gebraucht.</li>
<li>Mehr Zeit in der Schule, ja. Aber nur, wenn das Rundherum sich auch ändert.</li>
<li>Die Lehrer wissen nicht, was sie tun. Qualitätskontrollen sind erst im Anlaufen.</li>
<li>Veraltete Ausbildungsgänge verhindern moderne Lehrer.</li>
<li>Die Gewerkschaft macht nur Standespolitik, keine Bildungspolitik.</li>
<li>Eine neue Schule steht und fällt mit dem Unterricht.</li>
<li>Das Hauptübel des heimischen Schulwesens ist die soziale Ungerechtigkeit.</li>
</ol>
<p>Das stimmt alles. Aber außer der Tatsache, dass Schmied ihren Vorschlag als &#8220;Strukturreform&#8221; bezeichnet, deutet nichts auf einen Meinungsunterschied zwischen den AutorInnen, den zitierten ExpertInnen und der Ministerin hin. Meiner bescheidenen Meinung nach irrt hier niemand, der Artikel hat nur das falsche Etikett bekommen &#8230;</p>
<p>PS: Ich fand Schmied gestern abend im ORF wirklich gut.</p>
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		</item>
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		<title>Nachgereicht: Fakten für mehr Unterrichtszeit</title>
		<link>http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/08/nachgereicht-fakten-fur-mehr-unterrichtszeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 15:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[LehrerInnengewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schmied]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtszeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Beitrag habe ich vor kurzem für den Blog der Sektion Acht geschrieben, reiche ihn hier nach. (Kommentare bitte dort hinterlassen.)
Ein Hauptinstrument der LehrergewerkschafterInnen gegen die Umverteilung der Arbeitszeit zugunsten des Unterrichts ist die Studie “LehrerIn 2000″ (vulgo “Arbeitszeitstudie”). Deren Ergebnisse sind zumindest ambivalent, oder anders gesagt: Die BefürworterInnen von Schulreformen im Allgemeinen und dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Fakten für mir Unterrichtszeit im Sektion 8 Blog" href="http://blog.sektionacht.at/?p=208"><em><span style="color: #3366ff">Diesen Beitrag habe ich vor kurzem für den Blog der Sektion Acht geschrieben, reiche ihn hier nach. (Kommentare bitte dort hinterlassen.)</span></em></a></p>
<p>Ein Hauptinstrument der LehrergewerkschafterInnen gegen die Umverteilung der Arbeitszeit zugunsten des Unterrichts ist die <a title="Arbeistzeitstudie (PDF)" href="http://www.schulpsychologie.at/fileadmin/upload/Studie_LehrerIN_2000.pdf" target="_blank">Studie “LehrerIn 2000″</a> (vulgo “Arbeitszeitstudie”). Deren Ergebnisse sind zumindest ambivalent, oder anders gesagt: Die BefürworterInnen von Schulreformen im Allgemeinen und dem konkreten Vorschlag im Speziellen sollten einen Blick in die Studie werfen. Angesichts der dummen und schädlichen “In-der-Krise-müssen-alle-Gürtel-enger-schnallen” Argumente würde das auch der Ministerin und ihrem Stab nicht schaden.</p>
<p><span id="more-26"></span></p>
<p><strong>Zufriedenheit und Unterrichtszeit</strong></p>
<p>Die befragten LehrerInnen verbringen 1/3 ihrer Arbeitszeit im Unterricht (28% AHS bis 41% BS), 1/3 für Vor- und Nachbereitung (28% BS bis 46% AHS) und 1/3 für sonstige Tätigkeiten. Die Wochenarbeitszeit beträgt laut Studie außerhalb der Ferien 45-50 Stunden.</p>
<p style="text-align: left"><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/Lehrerin2000_Zufriedenheit.png" alt="" width="533" height="382" /><br />
Interessant ist, was LehrerInnen zufrieden macht: An 1. Stelle kommt der tägliche Kontakt mit den SchülerInnen &#8211; im Unterricht, wo sonst. Ergo: Nichts motiviert LehrerInnen mehr als mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Es ist also einfach falsch, dass es den GegnerInnen um die Zufriedenheit und Arbeitsbedingungen der LehrerInnen geht.</p>
<p><strong>Zufriedenheit und Arbeitszeit</strong></p>
<p>Die GegnerInnen begründen ihre Ablehnung auch mit der bereits hohen Belastung der LehrerInnen und den vielen Burnout-Fällen. Diese Grafik zeigt, dass Burnout erstaunlich wenig mit der Arbeitszeit zu tun hat:</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/LehrerIn2000_Burnout.png" alt="" width="559" height="342" /><br />
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es “signifikante (…) aber nicht sehr starke Zusammenhänge” zwischen Zufriedenheit und Arbeitszeit gibt. Das heißt: Das Ergebnis ist “robust” im Sinne von verlässlich und zeigt klar, dass Zufriedenheit wenig mit der Arbeitszeit zu tun hat. Interessant: “Was mit zunehmender Arbeitsleistung steigt, ist die Zufriedenheit mit dem täglichen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen.” Je länger LehrerInnen in der Klasse arbeiten, desto motivierter sind sie und (!) desto motivierender ist der Unterricht für sie.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/LehrerIn2000_Arbeitszeit.png" alt="" width="508" height="316" /><br />
<strong>Belastungen für LehrerInnen</strong></p>
<p>Dass die Ministerin die Bedürfnisse der LehrerInnen mehr berücksichtigt als ihre PersonalvertreterInnen zeigt zuletzt auch diese Übersicht der wichtigsten Belastungsfaktoren:</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/LehrerIn2000_Belastungen.png" alt="" width="449" height="229" /></p>
<ul>
<li><em>Kompensation gesellschaftlicher Missstände:</em> Meiner Meinung nach eine sinnlose Kategorie. Der deutschnationale Lehrer, der Kinder mit migrantischem Hintergrund als Missstand sieht, sagt hier ja. Die katholische Lehrerin mag die vielen muslimischen Kinder nicht, also ist sie auch dabei. Und die eher Fortschrittlichen, die an der äußerst mangelhaften Förderung von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache in Kindergärten und Schulen leiden, fühlen sich hier auch verstanden.</li>
<li><em>Hohe KlassenschülerInnenzahlen:</em> Exakt deswegen soll die Unterrichtszeit erhöht werden.</li>
<li><em>Verhaltensauffälligkeiten und Störungen des Unterrichts:</em> Das ist sicher belastend, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das a) mit der Arbeitszeit zusammenhängt und b) je anders war.</li>
<li><em>Stark unterschiedliches Leistungsniveau</em>: Genau hier liegt das pädagogische Hauptproblem. Unsere Schule, die auf 150 Jahre alten Grundlagen beruht und sich in den letzten 80 Jahren nicht bedeutend verändert hat, braucht die Gleichschaltung der SchülerInnen um einigermaßen zu funktionieren. Und das ist ein aussichts- und sinnloser Kampf der LehrerInnen gegen Windmühlen, die LehrerInnen müssen endlich lernen in ihrem Unterricht die Verschiedenheit zu nutzen anstatt zu bekämpfen (Mehr zum Thema in meinem letztjährigen <a title="Momentum-Beitrag Huber" href="http://momentum09.org/images/beitraege/track4/beitrag_huber.pdf" target="_blank">Beitrag</a> zum Kongress “<a title="momentum08" href="http://www.momentum08.org/" target="_blank">momentum08: gerechtigkeit</a>“). Daran ändert die Erhöhung der Unterrichtszeit nichts, richtig. Da die Schule an vielen Stellen erneuert werden muss und das nicht mit einem einzigen Reformschritt getan sein kann, ist auch das kein Argument gegen den Schmied-Vorschlag.</li>
</ul>
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