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	<title>Jakob Huber&#039;s Blog &#187; (Hinter-)Fragenswert</title>
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		<title>Heute schäme ich mich für diese Polizei.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 22:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiungsfeiern]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Rechter Rand]]></category>

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		<description><![CDATA[Becci schreibt unter dem Titel Polizei-Sitte, wem die ÖVP-Linz alles die Subventionen streichen will, weil sie die Polizei schon alleine durch  ihre Mitgliedschaft im Bündnis gegen Polizeigewalt vorverurteilen würden. Ich will nicht vorverurteilen, aber nach DEM hat das Scheitern der Polizei eine neue Dimension erreicht:
Nachdem vor wenigen Wochen das KZ-Mauthausen von Neonazis geschändet wurde. Nachdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Becci schreibt unter dem Titel <a href="http://blogs.webzeilen.net/kampl/2009/05/10/polizei-sitte/">Polizei-Sitte</a>, wem die ÖVP-Linz alles die Subventionen streichen will, weil sie die Polizei schon alleine durch  ihre Mitgliedschaft im Bündnis gegen Polizeigewalt vorverurteilen würden. Ich will nicht vorverurteilen, aber nach DEM hat das Scheitern der Polizei eine neue Dimension erreicht:</p>
<p>Nachdem vor wenigen Wochen das <a href="http://derstandard.at/?id=1234507041017">KZ-Mauthausen von Neonazis geschändet </a>wurde. Nachdem die <a href="http://derstandard.at/?id=1237230190364">neonazistische NVP (SS-Zitate im Parteiprogramm) am 1. Mai einen &#8220;Arbeitermarsch&#8221;</a> durch Linz abhalten wollte. Nachdem an diesem Tag dann die <a href="http://ooe.orf.at/stories/359123/">vollkommen überforderte Polizei</a> mit Sonnenbrille oder Kapuzenpulli &#8220;bewaffnete&#8221; Jugendliche stundenlang bei einer anti-faschistischen Demo eingekesselt hat und eine Eskalation (Verletzungen und Verhaftungen) zumindest ermöglicht hat&#8230; und 64 Jahre nachdem die noch nicht ermordeten Häftlinge aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Ebensee">NS-Vernichtungslager </a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Ebensee">Ebensee</a> befreit wurden und die bis heute Überlebenden, Angehörigen und AntifaschistInnen diesen Tag bis heute &#8220;feiern&#8221;: <a href="http://www.kurier.at/nachrichten/317633.php">DAS</a>.</p>
<p>Wie kann es passieren, dass bei einer offiziellen Gedenkfeier im (!) ehem. KZ-Ebensee vermummte Neonazis (!)  auftauchen und KZ-Opfer mit &#8220;Sieg Heil&#8221;, Hitler-Gruß und Pumpguns schockieren und verletzen? Und wie bitte können eben diese Neonazis unerkannt (!) und unbehelligt den Stollen (!), der wie alle ehem. KZ vom Innenministerium verwaltet wird, wieder verlassen? Waren dort keine PolizistInnen oder haben sie geschlafen/weggeschaut? Wo war die Stapo? Ich bin schockiert, heute schäme ich mich für diese Polizei.</p>
<p>Als Staatsbürger überlasse ich der Exekutive das Gewaltmonopol und würde deswegen auch dann einen Neonazi nicht verprügeln, wenn ich gewinnen würde. Dafür erwarte ich mir von der Polizei z.B. die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit sicherzustellen- und das heißt, die Sicherheit der DemonstrantInnen/der TeilnehmerInnen der Versammlung <em>und </em>der restlichen Bevölkerung zu gewährleisten. Daran ist die Polizei am 1. Mai in Linz und am 9. Mai in Ebensee objektiv gescheitert.</p>
<p>Daran ändern erfreuliche Nahrichten nichts: Die Stimmung zwischen Polizei und dem Bündnis gegen Polizeigewalt  war bei der Demo am 9. in Linz gut iSv friedlich, die Gummiknüppel kamen nicht zum Einsatz. Die Polizei hat mittlerweile auch die mutmaßlichen KZ-Schänder gefasst. Für die Opfer von Polizeiversagen ist das ein schwacher Trost.</p>
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		<title>Urheberrecht: Offener Brief an Christa Prets (SPÖ)</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 14:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Linzpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Das EU-Parlament hat einer Verlängerung der Schutzdauer im Urheberrecht von 50 auf 70 Jahre beschlossen. Dass das EU-Parlament nicht gerade zu den VorkämpferInnen für Freies Wissen zählt ist nicht überraschend &#8211; sehr wohl überrascht hat mich die Reaktion von Christa Prets (SPÖ): Sie ist “froh” über die Regelung und sieht darin laut Futurezone sogar eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das EU-Parlament hat einer Verlängerung der Schutzdauer im Urheberrecht von 50 auf 70 Jahre beschlossen. Dass das EU-Parlament nicht gerade zu den VorkämpferInnen für Freies Wissen zählt ist nicht überraschend &#8211; sehr wohl überrascht hat mich die Reaktion von Christa Prets (SPÖ): Sie ist “froh” über die Regelung und sieht darin laut <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1602636/">Futurezone </a>sogar eine Art Alterssicherung für KünstlerInnen.  Die ÖVP hat übrigens gegen die Verlängerung gestimmt &#8211; der Vorschlag komme ausschließlich der Musikindustrie zu Gute.</p>
<p><a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/04/offener-brief_prets_urheberrecht.pdf">Hier </a>ein offener Brief, den wir jungen Gemeinderats-KandidatInnen an Christa Prets geschickt haben und der erklärt, warum wir nicht einverstanden sind:</p>
<h2><strong>Offener Brief an EU-Abgeordnete Christa Prets (SPÖ)</strong></h2>
<p><strong>Betreff: Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzdauer</strong></p>
<p>Liebe Christa,</p>
<p>Einem Bericht der <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1602636/">ORF-Futurezone</a> war zu entnehmen, dass du „froh“ über den „vernünftigen Kompromiss“ bei der Regelung der urheberrechtlichen Schutzdauer von Tonaufnahmen bist. Auf den ersten Blick mag es vielleicht wirklich so aussehen, als ob die nun beschlossene Verlängerung von 50 auf 70 Jahre weniger als die von der EU-Kommission geforderte Verlängerung auf 95 Jahre und damit ein Kompromiss ist. Das ist aber leider keineswegs so. Im Gegenteil, es ist die Fortsetzung eines unzeitgemäßen und einseitigen Kurses im Bereich der Urheberrechtsregulierung.</p>
<p>Denn die kontinuierliche Verschärfung und Erweiterung von Urheberrechten ist spätestens im digitalen Zeitalter mit ständig kürzer werdenden Verwertungszyklen nicht nur ein Anachronismus, sondern ein Bremsklotz für Kreativität und wirtschaftliche Entwicklung:</p>
<p>-	Obwohl 90 Prozent aller Werke nach 10 Jahren nicht mehr kommerziell verwertbar sind, bleiben 100 Prozent aller Werke urheberrechtlich geschützt und stehen deshalb nicht zur Gestaltung neuer Werke zur Verfügung. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Abklärung der Rechte unmöglich oder teurer als etwaige Lizenzgebühren ist.<br />
-	Obwohl eine Verlängerung der Schutzfrist für existierende Werke fast ausschließlich den Monopolprofiten der Rechteverwerter zu Gute kommt und sowohl jungen KünstlerInnen als auch KonsumentInnen schadet, wurde die Schutzfrist immer wieder von ursprünglich 14 Jahren auf inzwischen 70 Jahre verlängert.<br />
-	Obwohl neue Technologien wie das Internet die Produktion und Distribution digitaler Güter so einfach und kostengünstig wie nie zuvor machen, erschwert das bestehende Urheberrecht diese Potentiale für offenen und freien Zugang zu Wissen zu nutzen.<br />
-	Obwohl im 21. Jahrhundert die Grenze zwischen SchöpferInnen und KonsumentInnen Gemeinschaftsprojekten wie Wikipedia und Freier Software verschwimmt, orientiert sich das bestehende Urheberrecht nur am überholten Modell analoger Massenkonsumkultur.</p>
<p>Die Position, dass der urheberrechtliche Schutz eher zu hoch als zu niedrig und die Schutzfristen zu lange sind, wurde auch kürzlich erst in einer <a href="http://www.ip.mpg.de/ww/de/pub/aktuelles/declaration_on_the_three_step_/declaration.cfm">Deklaration </a>bzw. einer <a href="http://www.ip.mpg.de/de/data/pdf/stellungnahme-bmj-2008- 09-10-def.pdf">Stellungnahme </a>von namhaften Urheberrechtsjuristen des Münchner Max-Planck-Instituts für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht vertreten.</p>
<p><strong>Alternatives Urheberrecht: Creative Commons &amp; Co</strong></p>
<p>An Stelle durch ständige Verschärfungen im Urheberrecht überkommene Geschäftsmodelle auf Kosten der KünstlerInnen und der KonsumentInnen aufrecht zu erhalten, müsste sich eine sozialdemokratische Urheberrechtspolitik des 21. Jahrhunderts den Alternativen zuwenden. So hat sich in den letzten Jahren eine Gegenbewegung formiert, die nicht bei der Kritik des bestehenden Urheberrechtsregimes haltmacht, sondern konkrete Alternativen auf Basis des bestehenden Urheberrechts vorschlägt. Alternative Urheberrechtslizenzen wie Creative Commons wenden das restriktive Urheberrecht gegen sich selbst, indem sie freien Austausch und Remix fördern anstatt ihn zu beschränken. Zum Einsatz kommen diese und ähnliche Lizenzen in den verschiedensten Anwendungsbereichen, die auch für kommunale Politik große Relevanz besitzen. Einige Beispiele:</p>
<p>-	Freie und Open Source Software wie Firefox, OpenOffice oder Linux ist durch alternative Urheberrechtslizenzen geschützt. Städte wie München führen vor, dass sich mit ihrem Einsatz nicht nur Kosten und Abhängigkeit von einzelnen Herstellern reduzieren lassen, sondern auch die lokale Wirtschaft gefördert werden kann.<br />
-	Alternativ lizenzierte Lehrunterlagen („Open Courseware“) ermöglichen sowohl Selbststudium als auch die kollaborative Nutzung und Weiterentwicklung durch Lehrende. Initiiert vom <a href="http://ocw.mit.edu">Massachusetts Institute of Technology</a> haben sich Universitäten auf der ganzen Welt im <a href="http://www.ocwconsortium.org/">Open Courseware Consortium</a> zusammengeschlossen um Lehrmaterialen offen und frei zugänglich zu machen.<br />
-	Auch Open Access Initiativen für freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen verwenden alternative Urheberrechtslizenzen. Die <a href="http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/Berliner_Erklaerung_dt_Version_07-2006.pdf">„Berliner Erklärung“  für Open Access </a>wurde von nahezu allen großen Wissenschaftsorganisationen im deutschsprachigen Raum wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planckgesellschaft oder dem österreichischen FWF unterzeichnet.<br />
-	In allen Bereichen künstlerischer Aktivität – von Musik über Fotografie bis hin zu Literatur – verwenden KünstlerInnen bereits freie Lizenzen. Dadurch vergrößern sie automatisch den Pool an Werken, auf denen andere ohne Schwierigkeiten aufbauen können und gewährleisten breiteren Zugang. Ein gesellschaftlicher Zusatznutzen, <a href="http://www.freienetze.at/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=47&amp;Itemid=37">dem in Linz auf Initiative der SPÖ seit 01.01.2009 durch einen Bonus von 10 Prozent auf eine gewährte Förderung bei Verwendung einer freien Lizenz Rechnung getragen wird.</a><br />
-	Hinzu kommt eine ständig wachsende Vielzahl an Projekten wie Wikipedia oder Open-Street-Map, die auf Basis freier Lizenzen und einer weltweiten Community von Beitragenden eine ständig wachsende, digitale „Wissensallmende“ schaffen. Eine Wissensallmende, die Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und Wirtschaftswachstum bietet, ohne gleichzeitig freien Zugang zu Werken auszuschließen.</p>
<p><strong>Wir, die jungen GemeinderatskandidatInnen der Linzer SPÖ ersuchen dich deshalb, deine Haltung zur Verlängerung urheberrechtlicher Schutzfristen zu überdenken. Mehr noch fordern wir eine grundsätzliche Umkehr im Bereich der Urheberrechtsregulierung. Für Fragen und Diskussionen stehen wir Dir gerne zur Verfügung.</strong></p>
<p>Mit freundschaftlichen Grüßen,</p>
<p>GR Christian Forsterleitner, Thomas Gegenhuber, Manuela Hiesmair, Jakob Huber, Rebecca Kampl</p>
<p>PS: Weitere Informationen kannst du dem Buch „Freie Netze. Freies Wissen.“ entnehmen, auch online unter www.freienetze.at.</p>
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		<title>Herr Wimmer und die Wirklichkeit (1)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 11:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Wimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Rechter Rand]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem hat die FPÖ-Linz ihren Wahlkampf auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Spitzenkandidat ist der 24-jährige Detlef Wimmer, er war bisher nur deutschnationalen Burschenschaftern und wachsamen SJlerInnen ein Begriff. Wie es nicht anders zu erwarten war arbeitet die FPÖ auch in Linz mit Halb- und Unwahrheiten, eigenartigen Interpretationen der Wirklichkeit und natürlich Angst. Grund, &#8220;Gewehr bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem hat die FPÖ-Linz ihren Wahlkampf auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Spitzenkandidat ist der 24-jährige Detlef Wimmer, er war bisher nur deutschnationalen Burschenschaftern und wachsamen SJlerInnen ein Begriff. Wie es nicht anders zu erwarten war arbeitet die FPÖ auch in Linz mit Halb- und Unwahrheiten, eigenartigen Interpretationen der Wirklichkeit und natürlich Angst. Grund, &#8220;Gewehr bei Fuß&#8221; bereit zu sein (Wimmer ist vom Beruf Wachtmeister beim Bundesheer) und der Wahrheit ans Tageslicht zu verhelfen:</p>
<p><em><span style="color: #3366ff">Herr Wimmer behauptet, dass Linz in den letzten Jahren mit &#8220;gewaltigen Zuwandererströmen&#8221; konfrontiert war.</span></em></p>
<p><span style="color: #993300"><strong>Wahr ist vielmehr:</strong></span> Die größte Zunahme seit 2003 gibt es unter den EU-AusländerInnen, nämlich von 2.000 auf 6.500. Bekanntlich sind viele neue Länder der EU beigetreten, für ihre BürgerInnen gilt die Niederlassungsfreiheit. Interessanter ist daher ein Vergleich von ÖsterreicherInnen und Nicht-EU-AusländerInnen. Im Vergleich zu 2003 wohnten 2008 um 1.343 <em>mehr </em>ÖsterreicherInnen in Linz aber 1.133 <em>weniger </em>Nicht-EU-BürgerInnen in Linz. <span style="color: #3366ff"><strong>In Summe ging der Anteil der ÖsterreicherInnen in dieser Gemeinderatsperiode pro Jahr um 2 Promille zurück. &#8220;Gewaltige Zuwandererströme&#8221; sehen anders aus.</strong></span></p>
<p>PS: Die Kuratorin der &#8220;Kulturhauptstadt des Führers&#8221; Ausstellung, Birgit Kirchmayr,  legt in einer Antwort auf <a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/14/ns-revisionisten-loben-linz09-ausstellung/">meinen Beitrag</a> Wert auf die Feststellung, dass sie dem NS-Revisionistenblatt kein Interview gegeben hat. Das hab ich hiermit nachgereicht.</p>
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		<title>Zu katholisch.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 07:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Katholizismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechter Rand]]></category>

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		<description><![CDATA[
Getrud Fussenegger ist gestorben. Sie nicht zu kennen ist meines Erachtens keine Bildungslücke &#8211; ich hab selbst keinen einzigen ihrer Texte gelesen. (OÖN Nachruf, Presse Nachruf, Wiki-Eintrag, persönliche Portrait-Seite). Warum dann dieser Post?
Fussenegger war (illegale) Nationalsozialistin der ersten Stunde, wurde dafür sogar einmal verhaftet, schrieb Hymnen auf den Anschluss in NSDAP-Organen und stieg zur vielbeachteten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/20/zu-katholisch/"><img class="size-medium wp-image-220 alignleft" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/fussenegger-300x200.jpg" alt="fussenegger" width="180" height="120" /></a></p>
<p>Getrud Fussenegger ist gestorben. Sie nicht zu kennen ist meines Erachtens keine Bildungslücke &#8211; ich hab selbst keinen einzigen ihrer Texte gelesen. (<a href="http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,128662">OÖN Nachruf</a>, <a href="http://diepresse.com/home/kultur/literatur/462515/index.do?from=gl.home.kultur_Literatur">Presse Nachruf</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gertrud_Fussenegger">Wiki-Eintrag</a>, <a href="http://www.fussenegger.de/">persönliche Portrait-Seite</a>). Warum dann dieser Post?</p>
<p>Fussenegger war (illegale) Nationalsozialistin der ersten Stunde, wurde dafür sogar einmal verhaftet, schrieb Hymnen auf den Anschluss in NSDAP-Organen und stieg zur vielbeachteten Nachwuchs-Nazi-Schriftstellerin auf. Wie ihre persönliche Portraitseite (fussenegger.de (!), von einerMünchner PR-Agentur die mit guten Kontakten zum Vatikan wirbt) betont wurde aber auch einer ihrer Texte von den Nazis verboten. Und zwar weil er zu katholisch war.</p>
<p>Der Punkt ist nicht, dass ich ihr posthum ein Vergehen nach dem Verbotsgesetz unterstellen würde &#8211; der Punkt ist vielmehr, dass die in OÖ lebende Fussenegger nach dem Fall des NS-Regimes von reaktionären katholischen Kreisen bejubelt und mit Preisen überhäuft wurde. Immer wieder auch von der OÖVP geführten konservativen Landeskulturpolitik, begonnen mit dem Stifter-Preis 1951 bis hin zu Landeskulturmedaillie 1999. Das Leben und das Wirken Fuseneggers wecken bei mir (wieder) das Gefühl, dass Nationalsozialismus viel mehr mit Konservativismus als mit Sozialismus zu tun hat. Nach dem <a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/14/ns-revisionisten-loben-linz09-ausstellung/">Nazi-Lob für die Kulturhauptstadt des Führers-Ausstellung</a>, <a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/19/die-moral-eine-schlagende-krucke/">dem jüngsten unfassbaren &#8220;Verleser&#8221; des Papstes</a> und Fussenegger will ich mich für eine Weile nicht mehr mit dem rechten Rand beschäftigen. Es gibt Wichtigeres.</p>
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		<title>Die Moral, eine schlagende Krücke</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 08:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Konservative]]></category>

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Der Papst ist der Meinung, dass Kondome das AIDS-Problem in Afrika verschärfen &#8211; die Lösung liege vielmehr in mehr Moral. Frei nach Paracelsus: Moral ist eine Krücke, mit der der Gesunde die Kranken schlägt, um zu zeigen, dass sie ihm herzlich egal sind. Es kann natürlich auch sein, dass ich mich irre und Haderer im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/moff_benedetto.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-198" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/moff_benedetto-300x96.png" alt="moff_benedetto" width="230" height="74" /></a></p>
<p>Der Papst ist der Meinung, dass Kondome das AIDS-Problem in Afrika verschärfen &#8211; die Lösung liege vielmehr in mehr Moral. Frei nach Paracelsus: Moral ist eine Krücke, mit der der Gesunde die Kranken schlägt, um zu zeigen, dass sie ihm herzlich egal sind. Es kann natürlich auch sein, dass ich mich irre und Haderer im <a href="http://www.onlinemoff.at/">aktuellen Moff </a>recht hat und der Papst sich verlesen hat.</p>
<p>Nachtrag: Der alte Mann mit seiner Krücke namens Moral hat erneut zugeschlagen &#8211; er verteufelt auch dann Schwangerschaftsabbrüche, wenn sie für die Gesundheit der Mutter notwendig sind.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das ist peinlich! (Lunch Lecture #2)</title>
		<link>http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/18/das-ist-peinlich-lunch-lecture-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 18:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Konservative]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ein Linker, der kein Linker sein will&#8221; lautet ein Eindruck, den Manfred Holztrattner heute im prall gefüllten HS2 erweckt hat. Ich hab mir zwar schwer getan, den roten Faden seines Vortrags zu finden &#8211; nichtsdestotrotz fand ich ihn interessant und amüsant, auch wenn ich nicht allen Punkten zustimme. Einen (ehemaligen) Raiffeisen-General über das &#8220;liberalistische und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/18/das-ist-peinlich-lunch-lecture-2/"><img class="alignleft size-medium wp-image-181" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/lunch_lecture2-300x225.jpg" alt="lunch_lecture2" width="158" height="120" /></a>&#8220;Ein Linker, der kein Linker sein will&#8221; lautet ein Eindruck, den Manfred Holztrattner heute im prall gefüllten HS2 erweckt hat. Ich hab mir zwar schwer getan, den roten Faden seines Vortrags zu finden &#8211; nichtsdestotrotz fand ich ihn interessant und amüsant, auch wenn ich nicht allen Punkten zustimme. Einen (ehemaligen) Raiffeisen-General über das &#8220;liberalistische und kapitalistische Wirtschaftssystem&#8221;, das überwunden werden müsse, hört man ja nicht jeden Tag schimpfen &#8230; Insofern ein paar sinngemäße (!) Zitate eines Bankkaufmanns, der &#8220;Banker&#8221; als Schimpfwort versteht und überzeugten Konservativen, der nichts mehr werden will und deswegen sagt, was er s<strong><span style="font-weight: normal">ich denkt:</span><br />
</strong></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE-AT X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><strong><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoPapDefault 	{mso-style-type:export-only; 	margin-bottom:10.0pt; 	line-height:115%;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --></strong><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><strong>Sie haben nicht miterlebt, dass es durchaus seriöse Bankdirektoren gab. Ich geniere mich für die Großkopferten da oben. Was da abläuft ist alles eine moralische Katastrophe.</strong></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"> </p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE-AT X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoPapDefault 	{mso-style-type:export-only; 	margin-bottom:10.0pt; 	line-height:115%;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Je größer die Unternehmungen, desto größer haben sie sich aufgeplustert – und jetzt liegen sie alle am Boden und müssen von den kleineren und mittleren wieder aufgerichtet werden.</strong></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"> </p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE-AT X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoPapDefault 	{mso-style-type:export-only; 	margin-bottom:10.0pt; 	line-height:115%;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Täglich werden 10.000 Kirchtürme an Bargeld (100$-Scheine aufeinander gestapelt, Anm.) gehandelt, davon sind 95% Spekulation.</strong></p>
</blockquote>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE-AT X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><strong><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoPapDefault 	{mso-style-type:export-only; 	margin-bottom:10.0pt; 	line-height:115%;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --></strong><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Diese Menschen gehören ins Eck gestellt, die gehören an den Pranger. Das ist die Praxis des Finanzkapitalismus: Dass sich einige wenige gesundstoßen und die anderen verhungern. Das hat nichts mit links zu tun, ich bin ein sehr konservativer Mensch.</strong></p>
</blockquote>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE-AT X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><strong><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoPapDefault 	{mso-style-type:export-only; 	margin-bottom:10.0pt; 	line-height:115%;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --></strong><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Mit dem was wir jetzt ausgeben können wir locker 100 Jahre Entwicklungshilfe mit links finanzieren.</strong></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Mein zweitliebster Satz der Veranstaltung:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE-AT X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:1; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;} @font-face 	{font-family:Calibri; 	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoPapDefault 	{mso-style-type:export-only; 	margin-bottom:10.0pt; 	line-height:115%;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Wenn die Wirtschaft das politische Heft in die Hand nimmt, ist die Demokratie im Eimer.</strong></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Mein allerliebster Satz kam allerdings von einem VWL-Assistenten, als dieser den HS erbost verließ:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><strong>Das ist peinlich!</strong></p>
</blockquote>
<p>Peinlich ist imho vor allem, dass der Kollege der einzige und damit letzte Mitarbeiter des einst so stolzen VWL-Institutes im Hörsaal war &#8230; ich bezweifle aber, dass er so verstanden werden wollte.</p>
<p>PS: Holztrattners Buch <a href="http://www.amazon.de/Macht-ohne-Moral-Manfred-Holztrattner/dp/3825809331/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237400188&amp;sr=8-1">&#8220;Macht ohne Moral&#8221;</a> ist derzeit leider vergriffen aber sicher lesenswert. Folien und bessere Fotos folgen ebenso wie der Link zum Podcast. Nächste Woche kommt Stephan Schulmeister *freu*</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>NS-Revisionisten loben Linz09-Ausstellung</title>
		<link>http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/14/ns-revisionisten-loben-linz09-ausstellung/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 09:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Entpolitisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturhauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturhauptstadt des Führers]]></category>
		<category><![CDATA[Rechter Rand]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung steht bekanntlich schwer in der lokalen und internationalen Kritik (einige internationale Pressestimmen sind unten angeführt). Eine sehr liebe historisch interessierte Person hat mich vor kurzem auf die jüngste Ausgabe des Magazins &#8220;Deutsche Geschichte. Europa und die Welt&#8221; hingewiesen. Schon die Titelseite weckt skeptisches Interesse: &#8220;Adolf Hitler und Linz: Seine Stadt, die ferne leuchtete&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/14/ns-revisionisten-loben-linz09-ausstellung/"><img class="alignleft size-medium wp-image-69" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/kulturhauptstadt_fuhrer-300x196.jpg" alt="kulturhauptstadt_fuhrer" width="180" height="118" /></a>Die Ausstellung steht bekanntlich schwer in der lokalen und internationalen Kritik (einige internationale Pressestimmen sind unten angeführt). Eine sehr liebe historisch interessierte Person hat mich vor kurzem auf die jüngste Ausgabe des Magazins &#8220;Deutsche Geschichte. Europa und die Welt&#8221; hingewiesen. Schon die Titelseite weckt skeptisches Interesse: &#8220;Adolf Hitler und Linz: Seine Stadt, die ferne leuchtete&#8221;. Im Inneren des Heftes folgt dann, was man getrost als <strong>deutschnationalen Schund und Geschichtsrevisionismus</strong> bezeichnen kann. (Mein bisheriger &#8216;Favorit&#8217;: Eine DVD &#8220;Deutschland wie es einmal war&#8221; wird beworben, das Cover ziert eine Karte mit Deutschland, Österreich und den überfallenen Ländern. Eigentlich sollte jemand Kameraden Graf und seine strammen Parlaments-Mitarbeiter auf die reiche Auswahl hinweisen &#8230;)</p>
<h1>&#8220;Ohne penetrantes Gut-Böse-Schema&#8221;</h1>
<p>Unter der Überschrift <strong>&#8220;<a href="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/dt_geschichte_linz09_ausstellung.pdf">Hitler träumte bis in den Tod von Linz an der Donau. Ausstellung in der Donaustadt ohne das penetrante Gut-Böse-Schema&#8221; (PDF)</a></strong> folgen lobende Worte für Hitler, seine Pläne für Linz und die Ausstellung (S. 29, die Zitate der Kuratorin Birgit Kirchmayr sind kursiv):</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff">(&#8230;) Hervorhebenswert ist das Anliegen der erst 37-jährigen Wissenschaftlerin: Die Ausstelung auf dem Wissensstand einer gründlich erforschten und dokumentierten Geschichte solle mit Fakten eine sachliche Diskussion ermöglichen und das Bewußtsein für die Komplexität des Themas schärfen. <em>&#8220;Nur so können Diskussionen über die Thematik in Zukunft sachlicher und &#8216;entemotionalisierter&#8217; ablaufen. Wir wollen weg von diesem eindimensionalen &#8220;Schwarz-Weiß&#8221;- und &#8220;Gut-Böse&#8221;-Schemata&#8221;</em>. Diese klugen Worte in die Ohren der schlichten Monokausal-Prediger in Deutschland. (&#8230;)</span></p></blockquote>
<p>Es ist also nicht nur so, dass internationale Medien (die keine Zeit und Aufmerksamkeit für die bisherige Aufarbeitung haben) Linz ein zweifelhaftes Verhältnis zur Vergangenheit unterstellen und Gäste mit einem vollkommen unvollständigen und falschen Bild konfrontiert werden: <strong>Auch die ulkigen deutschnationalen semi-professionellen Geschichts-Revisionisten fühlen sich durch die Ausstellung in ihrem Wahn scheinbar bestätigt.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<h1><strong>Spricht die Ausstellung für den Führer?</strong><strong><br />
</strong></h1>
<p>Der Artikel zitiert immer wieder Briefe und Gespräche, die Hitler (angeblich) über Linz geführt hat. Und wo die überlieferten Gespräche nicht ausreichen, läßt der Autor Hitler durch Kuratorin Birgit Kirchmayr sprechen (S. 30 f.):</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff">Es fällt auf, daß <strong>Hitler</strong> in diesem Gespräch nicht auf das vorgesehene legendenumwobene und von ihm selbst konzipierte Führer-Museum zu sprechen kam. <strong>Lassen wir ihn 67 Jahre später durch Kuratorin Birgit Kirchmayr ergänzen</strong>: <em>&#8220;Das Führermuseum war ohne Zweifel das herausragende Kulturprojekt in den Ausbauplänen für Linz. Ein komplett neues Kunstmuseum sollte gebaut werden, nicht etwa ein bestehendes Museum um- oder ausgebaut. (&#8230;)&#8221;</em></span></p></blockquote>
<p>Ich unterstelle Fr. Kirchmayr und Hr. Assmann von den OÖ. Landesmuseen <em>nicht</em>, dass sie selbst braunes Gedankengut hegen oder daran anstreifen wollten. Was der Artikel aber verdeutlicht: <strong>Die Ausstellungsverantwortlichen haben eine durchwegs apolitische Ausstellung geschaffen, die das Thema nicht nur &#8220;entemotionalisiert&#8221; , sondern die Entpolitisierungs-Strategien der Alt-Nazis unterstützt. </strong></p>
<p>So weit der &#8220;News Value&#8221;, hier noch einige persönliche Gedanken bzw. Fragen dazu:<strong><br />
</strong></p>
<h1>Was heißt hier &#8220;entemotionalisiert&#8221;?</h1>
<p>Warum soll uns eine Ent-Emotionalisierung des NS-Regimes &#8211; wie sie Kirchmayr einfordert &#8211; ein Anliegen sein? Dass HistorikerInnen und KuratorInnen aus psycho-hygienischen Gründen einen gewissen Abstand gewinnen wollen und versuchen, die Verbrechen nicht permanent an sich ran zu lassen &#8211; ok. Die Intention für alle anderen kann ja wohl nicht sein, dass wir Scham, Ekel, Wut, Trauer, Betroffenheit angesichts des schlimmsten Verbrechen der  Menschheitsgeschichte ablegen. Oder? Ich hoffe, dass ich einiges falsch verstanden habe.</p>
<h1>Waren doch nicht alle Nazis böse?</h1>
<p>Die AusstellungsmacherInnen wollen weg vom &#8220;Gut-Böse-Schema&#8221;. Dieses Ansinnen macht nur dann Sinn, wenn wir dem NS-Terror auch seine guten Seiten zusprechen. Wie der Artikel zeigt wollen das die Deutschnationalen, aber will das die Ausstellung? Will das Linz09? Vor allem wollen wir das? Wollen wir wertfrei also frei von (verurteilenden) Wertungen und letztlich frei von Werten über den Nazi-Terror denken und reden? Wollen wir das? Wollen wir wirklich den gesellschaftlichen Konsens Nachkriegsösterreichs verlassen oder aufweichen? Ich bin überzeugt, dass bis auf ein paar Ewiggestrige alle LinzerInnen diese Fragen mit &#8220;Nein&#8221; beantworten würden &#8211; insofern kann man hier getrost sagen: Nein, Linz will das nicht.</p>
<p>Wiederum hoffe ich, dass ich einiges falsch verstanden habe. Wenn nicht: Wie konnte diese Ausstellung zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort passieren?</p>
<h1><strong>Linz09 und die guten Seiten des NS-Terrors<br />
</strong></h1>
<p>Überraschend finde ich die Freude der Deutschnationalen nicht. Überraschend ist vielmehr das Verhalten der Linz09-Macher: Auf der Podiumsdiskussion (<a title="OÖN Podiumsdiskussion Kulturhauptstadt des Führers" href="http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,108675">OÖN Artikel dazu</a>) meldete sich auch der Leiter des Linzer Stadtarchivs und Herausgeber vieler Bände zur Vergangenheitsbewältigung zu Wort. Walter Schuster fragte, warum Linz09 ein Projekt, das er gemeinsam mit den UniprofessorInnen Josef Weidenholzer und Brigitte Kepplinger eingereicht hat, abgelehnt wurde. Sie wollten auch eine Ausstellung zum Thema NS-Terror machen &#8211; und zwar mit dem Schwerpunkt, heute präsente Mythen über die Nazizeit (von Autobahnen und Wohnungen über Beschäftigungspolitik) zu enttarnen. Intendant Heller antwortete relativ unverhohlen sinngemäß (zumindest hab ich ihn so verstanden): Eine Ausstellung muss auch didaktisch überlegt sein und das haben wir euch nicht zugetraut. Das wiederum überrascht umso mehr als Brigitte Kepplinger die vorbildlich und umunstrittene (wenn wir die Nazis mal außer acht lassen) <a href="http://www.schloss-hartheim.at/index.asp?Seite=441">Dauerausstellung &#8220;Wert des Lebens&#8221; im Schloss Hartheim Ausstellung</a> kuratiert hat.</p>
<p>____________________________________________</p>
<p>Die Sonntagsrundschau vom 15.3. zeigt einige internationale Pressestimmen, hier mit ein paar Links: Die Headline des New Zealand Herold war z.B. <strong>&#8220;City of Culture shows off its homeboy, Hitler&#8221;</strong>, der Calgary Herald meint <strong>&#8220;<a href="http://www.calgaryherald.com/City+exploits+links+Hitler/1137871/story.html">City exploits links to Hitler</a>&#8220;</strong>, der britische Telegraph schreibt <strong>&#8220;<a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/austria/4076893/Adolf-Hitler-at-the-centre-of-Austrias-City-of-Culture-campaign.html">Adolf Hitler at the centre of Austria&#8217;s City of Culture Campaign</a>&#8220;</strong> und die Irish Times <strong>&#8220;<a href="http://www.irishtimes.com/newspaper/features/2009/0209/1233867926682.html">Whitewashing the past in Hitler&#8217;s city</a>&#8220;</strong>.</p>
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		<title>Entweder Schmied oder das Profil irren gewaltig &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 20:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Profil]]></category>
		<category><![CDATA[Schmied]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtszeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon auf der Titelseite kündigt das aktuelle Profil Großes an: &#8220;Lehrer-Streik: Warum die Ministerin zehnfach irrt&#8221;. Gleich 10 Irrtümer &#8230; Wahnsinn. Als tendenzieller Unterstützer der Erhöhung der Unterrichtszeit bin ich natürlich gespannt.
Aber scheinbar hat die Chefredaktion einen anderen Artikel erwartet und die Story nicht gelesen bevor sie die Titelseite gestaltet hat. Die 10 vermeintlichen Irrtümer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-85" src="http://blogs.webzeilen.net/huber/files/2009/03/profil_cover.png" alt="profil_cover" width="84" height="111" />Schon auf der Titelseite kündigt das aktuelle Profil Großes an: &#8220;Lehrer-Streik: Warum die Ministerin zehnfach irrt&#8221;. Gleich 10 Irrtümer &#8230; Wahnsinn. Als tendenzieller Unterstützer der Erhöhung der Unterrichtszeit bin ich natürlich gespannt.</p>
<p>Aber scheinbar hat die Chefredaktion einen anderen Artikel erwartet und die Story nicht gelesen bevor sie die Titelseite gestaltet hat. Die 10 vermeintlichen Irrtümer (S. 18 ff.):</p>
<ol>
<li>Die Erhöhung der Lehrverpflichtung ist eine Petitesse angesichts der Schulmisere.</li>
<li>Die Politik hat versagt, vor allem die ÖVP opferte Reformen dem Standesdünkel.</li>
<li>Wenn alle Lehrer in einen Topf geworfen werden, zahlen die Engagierten drauf.</li>
<li>Junglehrer, die heute aufgeben, werden in zehn Jahren dringend gebraucht.</li>
<li>Mehr Zeit in der Schule, ja. Aber nur, wenn das Rundherum sich auch ändert.</li>
<li>Die Lehrer wissen nicht, was sie tun. Qualitätskontrollen sind erst im Anlaufen.</li>
<li>Veraltete Ausbildungsgänge verhindern moderne Lehrer.</li>
<li>Die Gewerkschaft macht nur Standespolitik, keine Bildungspolitik.</li>
<li>Eine neue Schule steht und fällt mit dem Unterricht.</li>
<li>Das Hauptübel des heimischen Schulwesens ist die soziale Ungerechtigkeit.</li>
</ol>
<p>Das stimmt alles. Aber außer der Tatsache, dass Schmied ihren Vorschlag als &#8220;Strukturreform&#8221; bezeichnet, deutet nichts auf einen Meinungsunterschied zwischen den AutorInnen, den zitierten ExpertInnen und der Ministerin hin. Meiner bescheidenen Meinung nach irrt hier niemand, der Artikel hat nur das falsche Etikett bekommen &#8230;</p>
<p>PS: Ich fand Schmied gestern abend im ORF wirklich gut.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachgereicht: Wir verlangen zu wenig.</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 16:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendarbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[LehrerInnengewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtszeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. Februar fand die Bezirkskonferenz der SPÖ-Linz statt. Nachdem ich die eine oder andere bildungspolitische Frage anders einschätze als manche ranghohe SPÖ-PolitikerInnen habe ich eine Wortmeldung vorbereitet &#8230;
Wir verlangen zu wenig.
Soeben hat die Republik die Erste Bank mit knapp 2 Milliarden Euro gerettet. Ich möchte aber über Bildung reden – dort verlangen wir zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #3366ff"><em>Am 27. Februar fand die Bezirkskonferenz der SPÖ-Linz statt. Nachdem ich die eine oder andere bildungspolitische Frage anders einschätze als manche ranghohe SPÖ-PolitikerInnen habe ich eine Wortmeldung vorbereitet &#8230;</em></span></p>
<p><strong>Wir verlangen zu wenig.</strong><br />
Soeben hat die Republik die Erste Bank mit knapp 2 Milliarden Euro gerettet. Ich möchte aber über Bildung reden – dort verlangen wir zu wenig, nicht unbedingt Geld, sondern Leistungen und Wirkungen.</p>
<p>Die Eltern verlangen zu wenig von den Kindergärten wenn der Unterschied in der Entwicklung der Kinder schon bei Schuleintritt bis zu zwei Jahre beträgt. Die Eltern verlangen zu wenig, wenn sie das teuerste Schulsystem der Welt finanzieren, dafür aber weniger Chancengleichheit für ihre Kinder als in irgendeinem anderen Land bekommen.</p>
<p><span id="more-34"></span>Die Schülerinnen und Schüler verlangen zu wenig von ihren Lehrerinnen und Lehrern wenn jeder 5. Jugendliche nach der Pflichtschule nicht ausreichend Lesen, Schreiben und Rechnen kann.</p>
<p>Die Lehrerinnen und Lehrer verlangen zu wenig von ihrer Gewerkschaft, wenn diese seit Jahrzehnten die Arbeitsbedingungen nicht verbessern kann. Stattdessen betreibt eine der stärksten Gewerkschaften nichts anderes als Minutenzählerei, als ob es um Schmerzensgeld ginge.</p>
<p>Aber auch wir SPÖ-Mitglieder verlangen zu wenig von unserem Sozialminister Rudi Hundstorfer, von unserem nächsten Landeshauptmann Erich Haider und von unserem Bürgermeister Franz Dobusch, wenn wir nicht jedem Jugendlichen nach der Pflichtschule einen Ausbildungsplatz garantieren können. Auch jetzt, gerade jetzt. Wir wollen, können und dürfen uns arbeitslose Jugendliche nicht leisten.</p>
<p>Wir alle verlangen viel zu wenig, wenn wir uns für einen Moment vergegenwärtigen, dass die Grundfesten unserer Schule 150 Jahre alt sind, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Sozialdemokratie seit Otto Glöckel vor 80 Jahren keine Schulrevolution mehr zusammen gebracht hat.</p>
<p>Ich komme zum Schluss: Was wir meiner Meinung nach verlangen sollten ist eine Schule, deren System nicht in der Trennung in Gut und Schlecht besteht. Wir sollten eine Schule verlangen, die Schwache nicht stigmatisiert, die Verantwortung und demokratisches Bewusstsein statt Gehorsam lehrt, eine Schule die Entfaltung fördert anstatt Gleichschritt zu erzwingen.</p>
<p>Wir wissen aus genau der Studie, die jetzt von der Lehrergewerkschaft so oft zitiert wird, dass die Arbeitszeit nichts mit Burnout zu tun hat und, dass nichts die Lehrerinnen und Lehrer mehr motiviert als die Arbeit mit den Jugendlichen. Unsere Schulreform-Ministerin verlangt jetzt von den Lehrerinnen und Lehrern, dass sie ein Zwanzigstel ihrer Arbeitszeit mehr mit den Schülerinnen und Schülern verbringen. Wenn Ihr mir bis hier zustimmt, dann sollten wir von allen in unserer Partei verlangen, Claudia Schmied zu unterstützen.</p>
<p>Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit, Freundschaft.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachgereicht: Fakten für mehr Unterrichtszeit</title>
		<link>http://blogs.webzeilen.net/huber/2009/03/08/nachgereicht-fakten-fur-mehr-unterrichtszeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 15:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Hinter-)Fragenswert]]></category>
		<category><![CDATA[LehrerInnengewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schmied]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtszeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Beitrag habe ich vor kurzem für den Blog der Sektion Acht geschrieben, reiche ihn hier nach. (Kommentare bitte dort hinterlassen.)
Ein Hauptinstrument der LehrergewerkschafterInnen gegen die Umverteilung der Arbeitszeit zugunsten des Unterrichts ist die Studie “LehrerIn 2000″ (vulgo “Arbeitszeitstudie”). Deren Ergebnisse sind zumindest ambivalent, oder anders gesagt: Die BefürworterInnen von Schulreformen im Allgemeinen und dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Fakten für mir Unterrichtszeit im Sektion 8 Blog" href="http://blog.sektionacht.at/?p=208"><em><span style="color: #3366ff">Diesen Beitrag habe ich vor kurzem für den Blog der Sektion Acht geschrieben, reiche ihn hier nach. (Kommentare bitte dort hinterlassen.)</span></em></a></p>
<p>Ein Hauptinstrument der LehrergewerkschafterInnen gegen die Umverteilung der Arbeitszeit zugunsten des Unterrichts ist die <a title="Arbeistzeitstudie (PDF)" href="http://www.schulpsychologie.at/fileadmin/upload/Studie_LehrerIN_2000.pdf" target="_blank">Studie “LehrerIn 2000″</a> (vulgo “Arbeitszeitstudie”). Deren Ergebnisse sind zumindest ambivalent, oder anders gesagt: Die BefürworterInnen von Schulreformen im Allgemeinen und dem konkreten Vorschlag im Speziellen sollten einen Blick in die Studie werfen. Angesichts der dummen und schädlichen “In-der-Krise-müssen-alle-Gürtel-enger-schnallen” Argumente würde das auch der Ministerin und ihrem Stab nicht schaden.</p>
<p><span id="more-26"></span></p>
<p><strong>Zufriedenheit und Unterrichtszeit</strong></p>
<p>Die befragten LehrerInnen verbringen 1/3 ihrer Arbeitszeit im Unterricht (28% AHS bis 41% BS), 1/3 für Vor- und Nachbereitung (28% BS bis 46% AHS) und 1/3 für sonstige Tätigkeiten. Die Wochenarbeitszeit beträgt laut Studie außerhalb der Ferien 45-50 Stunden.</p>
<p style="text-align: left"><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/Lehrerin2000_Zufriedenheit.png" alt="" width="533" height="382" /><br />
Interessant ist, was LehrerInnen zufrieden macht: An 1. Stelle kommt der tägliche Kontakt mit den SchülerInnen &#8211; im Unterricht, wo sonst. Ergo: Nichts motiviert LehrerInnen mehr als mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Es ist also einfach falsch, dass es den GegnerInnen um die Zufriedenheit und Arbeitsbedingungen der LehrerInnen geht.</p>
<p><strong>Zufriedenheit und Arbeitszeit</strong></p>
<p>Die GegnerInnen begründen ihre Ablehnung auch mit der bereits hohen Belastung der LehrerInnen und den vielen Burnout-Fällen. Diese Grafik zeigt, dass Burnout erstaunlich wenig mit der Arbeitszeit zu tun hat:</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/LehrerIn2000_Burnout.png" alt="" width="559" height="342" /><br />
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es “signifikante (…) aber nicht sehr starke Zusammenhänge” zwischen Zufriedenheit und Arbeitszeit gibt. Das heißt: Das Ergebnis ist “robust” im Sinne von verlässlich und zeigt klar, dass Zufriedenheit wenig mit der Arbeitszeit zu tun hat. Interessant: “Was mit zunehmender Arbeitsleistung steigt, ist die Zufriedenheit mit dem täglichen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen.” Je länger LehrerInnen in der Klasse arbeiten, desto motivierter sind sie und (!) desto motivierender ist der Unterricht für sie.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/LehrerIn2000_Arbeitszeit.png" alt="" width="508" height="316" /><br />
<strong>Belastungen für LehrerInnen</strong></p>
<p>Dass die Ministerin die Bedürfnisse der LehrerInnen mehr berücksichtigt als ihre PersonalvertreterInnen zeigt zuletzt auch diese Übersicht der wichtigsten Belastungsfaktoren:</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://blog.sektionacht.at/resources/LehrerIn2000_Belastungen.png" alt="" width="449" height="229" /></p>
<ul>
<li><em>Kompensation gesellschaftlicher Missstände:</em> Meiner Meinung nach eine sinnlose Kategorie. Der deutschnationale Lehrer, der Kinder mit migrantischem Hintergrund als Missstand sieht, sagt hier ja. Die katholische Lehrerin mag die vielen muslimischen Kinder nicht, also ist sie auch dabei. Und die eher Fortschrittlichen, die an der äußerst mangelhaften Förderung von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache in Kindergärten und Schulen leiden, fühlen sich hier auch verstanden.</li>
<li><em>Hohe KlassenschülerInnenzahlen:</em> Exakt deswegen soll die Unterrichtszeit erhöht werden.</li>
<li><em>Verhaltensauffälligkeiten und Störungen des Unterrichts:</em> Das ist sicher belastend, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das a) mit der Arbeitszeit zusammenhängt und b) je anders war.</li>
<li><em>Stark unterschiedliches Leistungsniveau</em>: Genau hier liegt das pädagogische Hauptproblem. Unsere Schule, die auf 150 Jahre alten Grundlagen beruht und sich in den letzten 80 Jahren nicht bedeutend verändert hat, braucht die Gleichschaltung der SchülerInnen um einigermaßen zu funktionieren. Und das ist ein aussichts- und sinnloser Kampf der LehrerInnen gegen Windmühlen, die LehrerInnen müssen endlich lernen in ihrem Unterricht die Verschiedenheit zu nutzen anstatt zu bekämpfen (Mehr zum Thema in meinem letztjährigen <a title="Momentum-Beitrag Huber" href="http://momentum09.org/images/beitraege/track4/beitrag_huber.pdf" target="_blank">Beitrag</a> zum Kongress “<a title="momentum08" href="http://www.momentum08.org/" target="_blank">momentum08: gerechtigkeit</a>“). Daran ändert die Erhöhung der Unterrichtszeit nichts, richtig. Da die Schule an vielen Stellen erneuert werden muss und das nicht mit einem einzigen Reformschritt getan sein kann, ist auch das kein Argument gegen den Schmied-Vorschlag.</li>
</ul>
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