grafik_leseleistung_newsletter2 Das ist einerseits ein wichtiger Bestandteil vieler Spiele, andererseits auch ein wichtiger (wenn nicht der wichtigste) Bestandteil der Schule. Darauf spielte vor Jahren eine AKS-Kampagne an: Die Notengebung ist von LehrerIn zu LehrerIn und von Schule zu Schule so unterschiedlich, dass man sie getrost als “willkürlich” bezeichnen kann. Wie sehr diese Kritik zutrifft, zeigt diese Auswertung des PIRLS-Lesetest.

Es geht um die Lesefähigkeiten nach der 4. Klasse Volksschule. JedeR 3. “SpitzenschülerIn” erhält kein sehr gut, jedeR 3. “DurchschnittsschülerIn” bekommt einen 1er bzw. 3er/4er. Und wieder ein Drittel der “RisikoschülerInnen” kriegen zumindest einen 2er im Zeugnis.

Meine Schluss daraus: Noten abschaffen, und wo sie nicht abgeschafft werden, durch (teil)zentralisierte Prüfungen ersetzen. Das Wichtigste wäre, die PädagogInnen von der PrüferInnenrolle zu entlasten (bzw. wo diese Rolle als pseudopädagogisches Machtmittel missbraucht wird, sie ihnen entreißen). Dann, und nur dann verstehen SchülerInnen und LehrerInnen, dass sie im selben Boot sitzen. Dann, und nur dann ist nicht nur der/die SchülerIn schuld, wenn das Lernziel nicht erreicht wird. Und das wäre ein sensationeller Fortschritt, der uns allen mindestens soviel bringen würde wie die Einführung einer Gesamtschule.

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