29 Jul 2009
Ideen & Ziele für Linz: Die klimafreundlichste Industriestadt Österreichs werden. (Teil 1)
Bei jeder Wahl formuliert die Linzer SPÖ konkrete Anliegen, wie die Zukunft der Stadt aussehen kann und in welche Richtung man Linz weiterentwickeln sollte. Im aktuellen Programm finden sich viele Forderungen, die “grüne Jobs” schaffen, die das Klima schonen, die Umwelt schützen, die Abgase reduzieren und umweltfreundliche Mobilitätsformen weiterentwickeln sollen. Natürlich gibt es darin auch Forderungen zu allen anderen Bereichen und auch viele andere Ideen, aber als eines der großen Ziele kann man formulieren: Linz soll die umweltfreundlichste, die “grünste” Industriestadt Österreichs werden.
Viele Ziele – Vieles Erreicht.
Die SPÖ tritt bei immer wieder bei Gemeinderatswahlen mit konkreten Zielen an, die sie verwirklichen wird. Dank dem Vertrauen, dass die LinzerInnen in die Sozialdemokratie gesetzt haben, konnten wir vieles gemeinsam erreichen: z.B. 1985 als die SPÖ eine „grüne Stadt der Arbeit“ schaffen wollte und Linz zur saubersten Industriestadt Österreichs werden sollt – heute ist die Luft saniert und Linz gilt als grüne Stadt. Oder 1991, als das Ziel ausgerufen wurde, Linz zur sozialen Musterstadt Österreichs zu machen. Heute ist die Vollversorgung im Kindergarten- Hort und Seniorenbereich eine Selbstverständlichkeit geworden. Oder 1997, als die SPÖ als einzige Partei zwei Frauen in die Stadtregierung schickte und damit ein klares Zeichen für die Gleichberechtigung von Mann und Frau auch in Spitzenpositionen setzte. Dann 2003, als die SPÖ – gegen den neoliberalen Zeitgeist – sich erfolgreich gegen den Verkauf des Linzer Eigentums wehrte. Hätte man damals wie von der ÖVP gefordert die LinzAG verkauft, wäre sie heute in den Händen von Privaten Spekulanten an der Börse.
Die “grüne Wirtschaft” wächst
Wichtige Themen bei bei der heurigen Wahl sind umwelt- und klimafreundliche Ziele. Wen das verwundert, weil er solche Ideen nur von Grünen erwartet, dem kann es leicht erklärt werden: Wenn man auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein will, genügend Jobs haben will und in einer lebenswerten Umwelt für sich und unsere Nachkommen leben will, der muss auch ökologisch handeln. Damit ist nicht gemeint, sich an jeden morschen Baum anzuketten oder keine neuen Straßen mehr zu bauen. Es geht um ein wachsendes Segment in unserer Wirtschaft, das Jobs schafft und damit Wohlstand sichert. Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass gerade die vielen Solar- und Photovoltaik-Unternehmen rasant wachsen würden. Oder dass aufgrund der Krise verstärkt auf Öl zugunsten anderer Energieformen verzichtet wird – wie Elektrizität aus nachwachsenden Ressourcen, Sonne, Wind oder Wasser). Es ist kein Zufall, dass der amerikanische Präsident Barack Obama auf diesen Wirtschaftssektor setzt und Millarden Dollar in die Entwicklung stecken will – er tut das, weil daraus Jobs entstehen, die in den meisten Fällen lokal verwurzelt sind und auch nicht so stark gefährdet sind, in ein Billiglohnland ausgelagert zu werden.
Inzwischen gibt e seine Reihe von Studien zu “green jobs” und dazu, welches Potential für die Wirtschaft darin steckt: Z.B. hat die RAND Corporation and University of Tennessee in einer Studie festgestellt, dass wenn im Jahr 2025 rund 25 % des amerikanischen Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien produziert werden würde, würde das mindestens 5 Millionen neue „Grüne Jobs“ schaffen.
Eine Definition von grünen Jobs ist die z.B. die Folgende: It has to pay decent wages and benefits that can support a family. It has to be part of a real career path, with upward mobility. And it needs to reduce waste and pollution and benefit the environment.”[1]
Die Definition vereint mehrere Aspekte und zeigt damit auch warum für eine Stadt wie Linz dieser Sektor interessant ist: sowohl der soziale (faire Löhne) als auch der Umweltaspekt (Abfallreduktion und gut für die Umwelt) sind enthalten.
Im Teil 2 des Artikels: Was kann Linz in diesem Bereich tun.
Schöner Artikel!
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July 30th, 2009 zum 11:58Permalink