29 Mar 2009
Nightlines / Trendsporthalle / Bildungsoffensive … Linz bemüht sich um die “Jungen”
Jugendpolitik? Gibt es eigentlich nicht. Weil es die Jugend nicht gibt. Die große Verallgemeinerung die so tut, als gäbe es eine einheitliche Gruppe ist eigentlich eine Beleidigung für junge Menschen. Wenn schon, kann man Politik für Junge Menschen machen, für unterschiedliche junge Menschen.
So schwierig das also ist, eine Stadtpolitik machen, die möglichst auf alle Interessen und Befürfnisse gleichermassen eingeht, man kann sie stückchenweise zusammensetzen. Und was junge Leute betrifft geht es da wohl – in groben Kategorien gedacht – zuallererst um ein breites und hochwertiges Ausbildungsangebot (von genügend Lehrstellen bis zur Voll-Uni). Dann um die Infrastruktur (vom öffentlichen Verkehr bis zu den leistbaren Wohnung ungen), um die Freizeiteinrichtungen (vom Skatepark über Jugendclubs bis zu Fortgehvierteln), über Kultur (deren Förderung und Schaffung von Freiräumen) und schließlich um Beratungs- und Unterstüzungsangebote (vom Aktivpass bis zur Jugendberatung).
Es gibt noch viel zu tun, aber:
- BILDUNG: Während andere Lehrstellen strichen, baute die Stadt mit ihren Betrieben die Lehrlingsausbildung konsequent aus. Und nahm nicht nur die besten, sondern auch Junge, die nicht so gute Noten hatten.
- FREIZEIT: beim Ließfeld entsteht eine wirklich beeindruckende Trendsporthalle (nicht nur eine langjährige Forderung der SJ-Linz; die Halle wird von einer 100 % Tochter der Stadt betrieben werden – also keine Abzocke wie in vergleichbaren Hallen in anderen Städten
- ZUKUNFT: das neue AEC ist ein leuchtendes Flaggschiff: ein Stück Zukunft in Linz, ein Blick nach vorne, und damit auch ein Signal für junge Menschen dass man hier eine gute Zukunft haben kann.
- INFRASTRUKTUR: inzwischen fahren auch in Linz die Bims und Busse an Wochenenden auch in der Nacht. Eine wichtige Sache für viele Junge, die nicht noch nach einem starken Abend beim Fortgehen ein Taxi nehmen wollen (oder leisten können). Es geht hier übrigens wieder mal um Wahlmöglichkeiten: wer will nimmt ein Taxi, wer will fährt Bim, wer will fährt Rad oder geht zu Fuß.
- BILDUNG2: Die Stadt nimmt Geld in die Hand und unterstützt die Unis bei der Schaffung neuer Studienrichtungen, im Bereich Geisteswissenschaften und anderen. Linz muss irgendwann eine Voll-Uni-Standort sein, an dem man alles studieren kann
- …. – to be continued -
Also: Auch wenn man nicht mit einer Maßnahme Politik für alle Jungen machen kann, viele kleine Puzzletteile ergeben doch ein Bild. Linz tut was für die jungen Leute in der Stadt.